Verteidigung beim Kickboxen

Meid-Bewegungen allgemein:

Um den Angriffen des Gegners ausweichen zu können, muss man schnell sein. Die sog. „Schrecksekunde“ muss durch das Beobachten des Gegners und Erahnen der Technik verkürzt werden. Man muss also darauf vorbereitet sein, jederzeit einem Angriff auszuweichen. Bei der Ausweichbewegung darf es zu keiner Überreaktion kommen, d. h. die Bewegung muss minimal sein um den Angriff gerade noch so auszuweichen. Ansonsten wird die Ausweichbewegung zu lang dauern und eine ungünstige Stellung verursachen. Wenn die Ausweichbewegung zu heftig ist, kann das Gleichgewicht verloren gehen. Bei einer kleinen Meid-Bewegung ist die Position zum Kontern günstiger. Es gehört daher eine gewisse „Abgebrühtheit“ dazu, wirklich nur die geringste Ausweichbewegung zu machen.

 

 

Meid-Bewegungen aus dem Stand

 

 

Abducken nach unten

Beim Abducken nach unten beugt man sowohl den Oberkörper als auch die Knie in Richtung Boden. Wichtig ist, dass der Blickkontakt zum Gegner nicht verloren geht. Die Blickrichtung bleibt also zum Gegner gerichtet.

 

 

 

Ausweichen zur Seite

Der Oberkörper wird nach Links oder Rechts verlagert, wobei das Gewicht auf das linke bzw. rechte Bein verlegt wird. Das linke bzw. rechte Bein wird dabei gebeugt. Der Oberkörper ist wie bei einem V seitlich nach links bzw. rechts versetzt. Hier ist es auch wieder günstig, wenn der Oberkörper zur Außenseite des Gegners geneigt wird, damit man nicht in die andere Hand des Gegners zu spüren bekommt. Sollte man dennoch nach innen ausweichen, ist es notwendig sofort zu kontern.

 

 

 

Rückneigen

Das Rückneigen eignet sich insbesondere um geraden Techniken auszuweichen. Hierzu wird das Gewicht auf das Hinterbein verlagert und das Hinterbein leicht gebeugt. Der Oberkörper wandert so nach hinten. Aus dieser Position heraus sollte dann möglichst gleich gekontert werden, z. B. durch das sofortige nach vorne schnellen mit einer Geraden.

 

 

 

Abrollen

Beim Abrollen beschreibt der Oberkörper eine kreisförmige Bahn in die gleiche Richtung (mit dem Schlag mitgehen) des Schlages bis die Ausgangsposition wieder erreicht ist. Durch das Mitgehen mit dem Schlag, wird dem Schlag die Wirkung genommen, selbst wenn der Schlag noch treffen sollte. Nach dem Abrollen bietet sich die Möglichkeit zum Kontern mit einem Seitwärtshaken an.

 

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